Zum Inhalt springen

Ratgeber

Was kostet Gebäudeautomation im Neubau? Ehrliche Zahlen aus dem Raum Regensburg

Auf dieser Seite stehen die Zahlen, die ich Bauherren auch im Erstgespräch nenne: die Mehrinvestition gegenüber einer normalen Elektroinstallation, die Gesamtkosten der Elektroinstallation, die Posten, die wirklich Geld kosten, und die Posten, die dafür wegfallen.

Ich nenne Spannen und sage dazu, worauf sie sich beziehen. Eine Preisliste findest du hier nicht, weil sie bei Gebäudeautomation nichts wert ist.

Domenik Bozic, Meister für Gebäudeautomation, Loxone- und KNX-Partner in Nittendorf bei Regensburg.

Was kostet Gebäudeautomation im Neubau?

Die Mehrinvestition gegenüber einer normalen Elektroinstallation liegt bei einem Einfamilienhaus meist zwischen 8.000 und 25.000 Euro, abhängig von Größe, Beschattung und eingebundenen Gewerken.

Eine ehrliche Antwort braucht dein Haus und keine Preisliste. In Bauherren-Foren liest du beide Zahlen durcheinander, deshalb sage ich immer dazu, worauf sie sich beziehen.

Die untere Grenze passt zu einem kompakten Haus, in dem Licht, Rollos und Heizung zusammenarbeiten und der Rest klassisch bleibt. Die obere Grenze passt zu einem großen Haus mit vielen Räumen, außenliegender Beschattung, Lüftung, PV mit Speicher, Wallbox und Zutritt.

Was beide Enden verbindet: Der Löwenanteil steckt nicht in der Software, sondern in Leitungen, Verteilern und Aktoren. Genau der Teil also, den du nach dem Einzug nur noch mit Stemmarbeit änderst.

Was kostet die komplette Elektroinstallation inklusive Automation?

Für ein Einfamilienhaus im Neubau landet die komplette Elektroinstallation inklusive Automation je nach Ausstattung meist bei 30.000 bis 60.000 Euro.

Diese Zahl ist nicht der Aufpreis, sondern die ganze Elektroinstallation. Sie enthält Zählerschrank, Unterverteilung, Leitungen, Dosen, Schalter, Leuchtenanschlüsse, Netzwerk, die Automationskomponenten und die Inbetriebnahme.

Wenn du Angebote vergleichst, achte darauf, welche der beiden Zahlen jemand nennt. Ein Betrieb, der nur den Aufpreis für die Automation beziffert, und ein Betrieb, der die komplette Elektroinstallation kalkuliert, reden über völlig verschiedene Leistungsumfänge.

Deshalb steht bei mir vor jedem Angebot der Systemplan. Erst wenn feststeht, welcher Datenpunkt wohin geht, lässt sich eine Zahl nennen, die am Ende auch hält.

Welche Gewerke treiben die Kosten wirklich?

Licht und Beschattung sind vergleichsweise günstig. Richtig Geld kosten Heizung, Lüftung, PV und Zutritt, weil dort die Planung und die Schnittstellen stecken.

Ein Taster mehr im Flur ist eine Kleinigkeit. Teuer wird es dort, wo zwei Gewerke miteinander reden müssen und ein Hersteller seine Schnittstelle nicht freiwillig herausrückt.

Bei der Heizung geht es um Einzelraumregelung, Vorlauftemperatur und die Frage, ob die Wärmepumpe überhaupt eine offene Schnittstelle hat. Bei PV und Speicher geht es um Überschussladen, Wallbox und Warmwasser. Bei der Lüftung um Stufen und Feuchteführung, beim Zutritt um Türstation, Schließsystem und Kamera.

Jeder dieser Punkte kostet Planungszeit, bevor er einen Cent Material kostet. Genau deshalb sitzt der Systemplan bei mir vor dem ersten Kabel und nicht nach dem Estrich.

Was fällt weg, wenn du von Anfang an automatisierst?

Gegenrechnen darfst du teure Schalterprogramme, Einzelraumregler, eine separate Alarmanlage, eine eigene Wetterstation und Zeitschaltuhren. Diese Posten brauchst du mit einem System nicht mehr.

Viele Bauherren vergleichen die Investition in Automation mit null. Das ist der falsche Vergleich, denn auch ein konventionelles Haus braucht jede Menge Einzelgeräte, die dasselbe schlechter können.

Diese Posten stehen in einem konventionellen Angebot und verschwinden mit einem geplanten System oder werden deutlich kleiner.

Was du dir mit einem System sparst

  • Hochwertige Schalterprogramme in jedem Raum
  • Einzelraumregler und Raumthermostate an jeder Wand
  • Eine separate Alarmanlage mit eigener Zentrale
  • Eine eigene Wetterstation für die Beschattung
  • Zeitschaltuhren, Dämmerungsschalter und Bewegungsmelder als Insellösungen
  • Einen zweiten Satz Bedienteile für Musik, Türsprechstelle und Kamera

Was kostet es, später nachzurüsten?

Wer nach dem Einzug nachrüstet, zahlt für Schlitze, Verputz, Maler und doppelte Elektrikerstunden grob 30 bis 70 Euro je Quadratmeter Wohnfläche zusätzlich.

Diese Spanne rechne ich auch im Rechner auf der Eigenheim-Seite vor, mit bewusst vorsichtigen Annahmen. Sie beschreibt nicht die Automation selbst, sondern das Aufreißen und Wiederherstellen fertiger Wände und Decken.

Dazu kommt, was du während der Nachrüstung nicht hast: staubfreie Räume, eine laufende Heizung und ein Haus ohne Baustelle. Der günstigste Zeitpunkt für Gebäudeautomation ist deshalb immer der, an dem die Wände ohnehin offen sind.

Bei einer Kernsanierung gilt dasselbe. Solange Putz und Estrich noch nicht drin sind, ist jede Leitung günstig.

Gibt es Förderung für Gebäudeautomation?

Für sich allein wird Automation selten gefördert. Im Paket mit Wärmepumpe oder energetischer Sanierung zählt Mess-, Steuer- und Regelungstechnik häufig zu den förderfähigen Umfeldmaßnahmen.

Konkrete Sätze und Beträge nenne ich hier bewusst nicht. Die Programme von BAFA und KfW werden regelmäßig angepasst, und für dein Vorhaben zählt ausschließlich der Stand am Tag deines Antrags.

Wichtig ist die Reihenfolge: Der Antrag gehört vor die Auftragsvergabe, abgestimmt mit deinem Energieberater. Ich liefere die technischen Unterlagen so zu, dass förderfähige Bestandteile sauber getrennt und dokumentiert sind.

Was in deinem Fall realistisch ist, klären wir im Erstgespräch, zusammen mit den Zahlen aus deinem Bau.

Wie bekommst du deine echte Zahl?

Deine echte Zahl kommt aus zwanzig Minuten Gespräch über Grundriss und Wunschliste, nicht aus einer Tabelle im Internet oder einem Forenbeitrag.

Im Erstgespräch gehen wir deinen Grundriss durch, sortieren deine Wunschliste nach Nutzen und schauen, welche Gewerke bei dir überhaupt eine Schnittstelle haben. Danach weißt du, mit welcher Spanne du planen musst, bevor dein Elektriker sein Angebot schreibt.

Einen ersten Eindruck bekommst du auch allein. Der Rechner auf der Eigenheim-Seite zeigt dir in dreißig Sekunden, welchen Nutzen ein geplantes System bei deiner Wohnfläche bringt.

Wenn sich Gebäudeautomation bei dir nicht rechnet, sage ich dir das genauso deutlich. Das kostet mich einen Auftrag und dir spart es viel Geld.

Häufige Fragen zu den Kosten

Vier Fragen, die mir Bauherren stellen, sobald die erste Spanne auf dem Tisch liegt.

Im bewohnten Altbau ja, weil Stemmarbeit, Verputzen und Malerarbeiten dazukommen. Bei einer Kernsanierung mit offenen Wänden liegst du dagegen nah am Neubau.

Im bewohnten Bestand lässt sich vieles per Funk lösen. Heizung und Beschattung kommen oft ohne neue Leitung aus, Licht und Rollos über Unterputzaktoren hinter den vorhandenen Schaltern.

Sinnvoll ist eine Reihenfolge: zuerst Heizung und Beschattung, weil dort das Geld liegt, danach Licht, Zutritt und Kameras. Was bei dir geht, sehe ich schnell an ein paar Fotos vom Zählerschrank und am Grundriss.

Im Gesamtprojekt ist Loxone meist günstiger, weil weniger Programmierstunden anfallen. KNX kostet mehr Planung, gibt dir dafür die größere Geräteauswahl.

Die Hardwarepreise liegen je nach Gewerk mal so, mal so. Den Unterschied macht am Ende die Arbeitszeit für Planung, Parametrierung und Inbetriebnahme.

Welches System bei dir günstiger wird, hängt am Umfang. Die ganze Abwägung steht im Ratgeber Loxone oder KNX.

Planung mit klarem Umfang rechne ich pauschal ab, damit beide Seiten von Anfang an wissen, woran sie sind. Die Ausführung kalkuliere ich erst danach.

Zur Planung gehören Systemplan, Funktionsbeschreibung, Datenpunktliste, Kabelzugliste und der Aufbauplan für Zählerschrank und Unterverteilung.

Erst wenn dieser Plan steht, kenne ich jeden Datenpunkt und muss nichts schätzen. Du bekommst dann ein Angebot mit einzelnen Positionen statt einer Summe. Wenn dein Elektriker die Kabel zieht, ist die Smart-Home-Planung der passende Weg.

Mit Reserve im Schaltschrank, Leerrohren an den richtigen Stellen und einer sauberen Datenpunktliste ist eine Erweiterung eine Sache von Stunden statt Tagen.

Viele Bauherren starten mit Licht, Beschattung und Heizung und ergänzen später Kameras, Zutritt, Musik in mehreren Räumen oder eine Wallbox.

Ohne Plan wird jede Erweiterung zur Baustelle. Wenn du heute schon weißt, was in fünf Jahren kommen soll, sag es im Erstgespräch, dann steht es im Systemplan.

Ausführlicher im Ratgeber: Loxone oder KNX · Woran du einen guten Fachbetrieb erkennst · Gebäudeautomation in Regensburg und Umland · Gebäudeautomation fürs Eigenheim

Rechnen wir deine Zahl gemeinsam durch.

Schick mir kurz dein Vorhaben. Ich rufe zurück, und wir gehen zwanzig Minuten lang deinen Grundriss und deine Wunschliste durch.

Ich antworte innerhalb von 24 Stunden an Werktagen, ohne Verkaufsdruck. Wenn sich Automation bei dir nicht rechnet, sage ich dir das genauso deutlich.

Nach 20 Minuten weißt du

  • mit welcher Spanne du bei deinem Haus rechnest
  • welche drei Posten die Investition bei dir treiben
  • wo du getrost sparen kannst
Kostenlose Erstberatung sichern

Kein Verkaufsdruck. Antwort innerhalb von 24 Stunden an Werktagen.

Lieber direkt anrufen? 0176 60918643, werktags.